Frédéric Chopin - MP3 Download

frederic_copin_vorderseite
MP3 Download
frederic_copin_vorderseitefrederic_copin_rueckseite
12,00 € pro Stück

Beschreibung:

Franz Liszt schreibt:

Chopin wusste, dass seine Art Klavier zu spielen auf ein großes Publikum nicht wirkt, dass sein Spiel die Massen nicht rührt, die den mächtigen Arm einer athletischen Kraft brauchen, um in Begeisterung zu geraten. Und je seltener dieser zartfühlende Künstler vor solch großem Publikum spielte, umso weniger Freude bereitete es ihm, ja, umso mehr Furcht flößte es ihm ein. Und so spielte er nur sehr selten öffentlich. Außer ein paar Jünglingskonzerten in seiner polnischen Heimat und einigen Erstlingskonzerten im Frühjahr 1831, in denen er sich in Wien und München hören ließ, gab er nur noch einige wenige in Paris und London. Insgesamt ist er in den 39 Jahren seines Lebens nur dreißig Mal öffentlich aufgetreten.

Fortan ließ er sich nur noch in den Abendgesellschaften der Pariser Salons hören. Nicht ohne geheime Betrübnis schien sich Chopin allerdings zu fragen, ob ihm die Elite der Reichen und Schönen in den Salons das große öffentliche Publikum ersetzen würde? Wer ihn kannte, konnte erahnen, wie genau er wusste, dass unter all diesen wohlfrisierten und gutgekleideten Herren, unter all diesen parfümierten und schmuckbehangenen Damen ihn nur wenige verstanden. Und deshalb zog sich Chopin auch vom nicht-öffentlichen Publikum der Salons immer mehr zurück. Er erkannte nämlich, dass die feine Welt nur mit ihren kleinen Tagesinteressen, mit politischen Streitereien, Erfolgen bei hübschen Frauen, mit finanziell erfolgreichen Heiraten, mit Frivolem, mit Klatsch und mit Verleumdungen beschäftigt war. Er erkannte außerdem, dass man sich bei den feinen Leuten musikalisch kurz fassen muss. Denn diese Leute wollen den berühmten Musiker gar nicht hören. Sie wollen nur erzählen können, ihn gehört zu haben. Was er spielt, ist ihnen gleichgültig. Rhythmus muss es haben und an Walzer erinnern. In der Tat, die feine Welt erwartet Aufregungen, die wenige Minuten währen, sich im Laufe eines Abends erschöpfen und am anderen Morgen vergessen sind. In solcher Gesellschaft kann der Künstler nur verlieren, nicht gewinnen.